Pünktlich um 06.15 Uhr trafen sich die motivierten Bergsteiger am Bahnhofsparkplatz in Ampfing, um gemeinsam zum Ausgangspunkt an der Brauneck-Bergbahn zu fahren.
Um 08.30 Uhr begann das alpine Abenteuer an der Bergstation. Die äußeren Bedingungen präsentierten sich für eine ausgiebige Tour fast optimal: Der Himmel zeigte sich bewölkt mit vereinzelten Sonnenstrahlen und die Temperaturen blieben angenehm kühl, wenngleich ein sehr kräftiger Wind die Gruppe begleitete. Erste Station war das Gipfelkreuz des Braunecks (1556 m), wo die Wanderer die Aussicht genossen, bevor es zügig weiter in Richtung Latschenkopf ging.
Danach folgte der anspruchsvollste und spannendste Teil des Tages: Die Überschreitung der Achselköpfe. Auf dem ausgesetzten Grat war absolute Trittsicherheit gefordert. In leichter Kletterei (Schwierigkeit I) und teilweise an Drahtseilen gesichert, bewältigte die Gruppe das ständige, kräftezehrende Auf und Ab mit Bravour. Über den Rotöhrsattel ging es schließlich an den finalen Aufstieg zur Benediktenwand (1801 m), deren Gipfelkreuz um 11.45 Uhr erreicht wurde. Die wohlverdiente Brotzeit auf dem Gipfel schmeckte hervorragend, zumal der Wind nachgelassen hatte und das Bergwetter weiterhin stabil blieb.
Gegen 12.15 Uhr trat die Gruppe den Rückweg an, der auf dem ersten Abschnitt dem Hinweg entsprach. Vor den Achselköpfen teilte sich das Team auf: Zwei trittsichere Bergsteiger wählten für den Rückweg erneut den kletterintensiven Gratweg. Die anderen fünf Teilnehmer entschieden sich für die einfachere Umrundung der Achselköpfe. Diese Wahl sollte sich als absoluter Glücksfall erweisen, denn die Wanderer trafen an einer Felswand auf ein Rudel von mindestens 13 Steinböcken, die sich dort in aller Seelenruhe beobachten ließen.
Am Ende der Achselköpfe fand die Gruppe wie geplant wieder zusammen. Gemeinsam wurde der Abstieg zur Stie-Alm angetreten. Die gemütliche Einkehr bildete den kulinarischen Höhepunkt der Tour, bei der sich alle ein kühles Getränk und den legendären, sehr guten Käsekuchen mit Blaubeeren und Sahne schmecken ließen. Nach einem letzten kurzen Aufstieg zurück zur Bergstation und der anschließenden Talfahrt endete ein rundum gelungener und unfallfreier Bergtag um 16.00 Uhr am Parkplatz im Tal.
Ein herzliches Dankeschön gilt den beiden Tourenbegleitern Maria und Ludwig Doriat für die perfekte Organisation und die sichere Führung durch diese herrliche alpine Bergwelt.
Bericht: Norbert Wurstbauer
Fotos: Ludwig Doriat und Norbert Wurstbauer